Buckelwal Timmy zurück in der Nordsee: Erste Signale aus dem Skagerrak | NDR Info
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Buckelwal Timmy: Freilassung im Skagerrak – Hoffnung, Kritik und offene Fragen
Der Buckelwal Timmy hat am Samstagmorgen sein Transportdock im Skagerrak verlassen und schwimmt nun Richtung Nordsee. Erste Aufnahmen wirken vielversprechend, doch die Kritik an der privaten Rettungsaktion bleibt massiv. Hier der aktuelle Stand.
Die Freilassung im Skagerrak: So verlief der Samstagmorgen
Nach einer wochenlangen Odyssee durch die Ostsee hat Timmy das Transportdock zwischen Dänemark und Norwegen verlassen. Drohnenbilder zeigten gegen 9:00 Uhr ein leeres Trockendock; laut Karin Walter‑Mommert schwamm der Wal bereits um 8:45 Uhr in die Freiheit. Eine gesichtete Wasserfontäne deutet auf aktive Atmung hin. Der Wal nahm zunächst Kurs Nordwest – laut Experten die optimale Route, um über die norwegische Westküste in Richtung Arktis zu gelangen.
Peilsender‑Daten: Wo befindet sich der Wal aktuell?
Die zentrale Frage: Wo ist Timmy jetzt? Nach anfänglicher Funkstille gibt es erste, aber unregelmäßige Signale.
Sporadische Datenübertragung: Der Peilsender sendet, jedoch nicht kontinuierlich.
Vermutete Beschädigung: Die Technik könnte beim Verlassen der Barge gelitten haben.
Richtung stimmt: Die GPS‑Punkte zeigen eine Bewegung in die erwartete Nordwest‑Route.
Mecklenburg‑Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus fordert eine schnelle Weitergabe der Daten, um die Wanderung wissenschaftlich begleiten zu können.
Massive Kritik an der Rettungsaktion
Trotz der erfolgreichen Freilassung bleibt die Aktion umstritten. Fachleute warnen vor überzogenen Erwartungen.
„Überlebenschancen minimal“
Thilo Maack von Greenpeace kritisiert, dass der Wal in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt wurde. Die Organisation hält seine Überlebenschancen für gering. Auch Meeresbiologe Fabian Ritter mahnt: Eine echte Rettung sei erst bestätigt, wenn Timmy über Wochen normales Verhalten zeigt.
Dänemark und Deutschland distanzieren sich - Die rechtliche Lage sorgt für zusätzliche Diskussionen:
Dänemark: Das Umweltministerium betont, dass Strandungen natürliche Ereignisse seien und man Wale grundsätzlich nicht aktiv rette.
Schleswig‑Holstein: Das Ministerium in Kiel stellt klar, dass es sich um eine rein private Initiative handelt – ohne Beteiligung der Behörden.
Rückblick: 29 Tage Bangen vor der Insel Poel
Timmy wurde erstmals im März in Wismar gesichtet und strandete mehrfach, zuletzt 29 Tage lang vor Poel. Die private Initiative baggerte eine Rinne, manövrierte den Wal in eine wassergefüllte Barge und transportierte ihn per Schlepper bis ins Skagerrak – eine logistische Meisterleistung, die jedoch tierschutzrechtlich stark umstritten bleibt.
Im Skagerrak zwischen Dänemark und Norwegen hat der Wal das Transportdock verlassen. Die genauen Umstände sind unklar - ebenso wie es dem Tier geht. Nach wie vor gibt es große Kritik an der Rettungsaktion. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/wal-180.html
ndrinfo Timmy Nordsee
Foto Thumb: NDR Screenshot //
► Der in der Ostsee verirrte Buckelwal bewegt die Menschen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und in der ganzen Republik. Hörer, Zuschauer und Social-Media-Nutzer vom NDR haben viele Fragen. Expertinnen und Experten antworten: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/wal-318.html
► Die privaten Retter hätten Informationen über den Buckelwahl zugesagt, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus im NDR Interview. Darauf wartet er noch. Mehr dazu: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/aktuellmv-318.html
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